Platt, eine niederdeutsche und westmitteldeutsche Mundart, ist wie alle Dialekte vor allem eine gesprochene Sprache, keine Schriftsprache. Plattdeutsch ist eine Sprache der arbeitenden Menschen und dient der unmittelbaren Verständigung in der Landwirtschaft, im Handwerk, im Gewerbe. Wer hochdeutsch sprach und schrieb, hatte den sozialen Aufstieg geschafft und sich erfolgreich von den niederen Klassen abgesetzt.
In Wuppertal sprechen wir teilweise noch Platt.
Ich habe hier ein Wörterbuch mit viel Zeit und Handarbeit zusammengestellt, und es umfasst bisher gesamt ca. 20 000 Worte, was dem Suchenden helfen soll Wörter aus Wuppertal zu finden, wie sie von 1850 bis heute vorgekommen sind. Das Elberfelder Platt in Hochdeutsch umsetzen ist noch in Arbeit, und kommt später dazu.
Ich bin Hobbyforscher und Mundartdichter für das Wuppertaler Gebiet und sammel alles zusammen was es gibt, auch Stadthistorisch. So dass der Suchende mal alles Zentral findet für eigene Recherchen oder auch zum Gedankenaustausch.
Hier ist eine Hobbyseite die sich schwerpunktmäßig mit dem Barmer Platt (nicht mit Gemarker Platt verwechseln ) beschäftigt. Also der Bereich vom Sedansberg im Westen bis hin zur Schwarzbach im Osten. Im Süden ist die Talsohle die ungefähre Grenze und im Norden die Wasserscheide entlang der Straßen Einern bzw. Mollenkotten. Außerdem beschäftigen wir uns mit den vielen Wuppertaler Dialektvarianten und der historischen Heimatkunde, die man so nicht findet.
Ich gehöre zu den Leuten, wo vor uns unsere Eltern immer gewarnt haben.
Ich selber bin in armen (nicht asozialen) Malocher Miljö großgeworden und habe mein Barmer Platt als Halbwaise und Schlüsselkind in der Gosse, von Fuhrleuten, Schrotthändlern, ansässigen Kirmesleuten, Kohlen und Lumpenskerlen und später von Bauarbeitern, Kraftfahrern und alten Saufbrüdern in diversen Barmer und Wichlinghauser Kneipen gelernt. Wenn ich auch später noch einen anständigen Beruf gelernt habe und es als selbständiger Handwerker bis in die Handwerksrolle geschafft habe, kenne ich aber das Barmer Miljö bis ins tiefste Eingemachte, was nirgens aufgeschrieben steht.
Oberbarmer Platt ( Barmer Platt zu meiner Zeit ) Hier mal ein Beispiel in Lautsprache
De groote Fräss man schtenkönd fuul so laabot arme Lütt dat Muul. Gään, dont´se taggen on ock kloppen, demm Angon, dat groote Frässbrätt schtoppön. Schiilze no dem Angon sinne Schixe, kresse alt schon wiar Wixe. Hässe als Köttel wat gemakt, kikße mols blöd ute Wäsche, kresse van de Ollen ock no Dräsche. De Box göflickt, de Schau em Driet, dat wor as mols en schlaite Tied. Krechtze ock öfto wat anne Ooren, send wo do alle grot geworen. Trümmo hat´n wo reichlich satt, hütt es dat awwer en groote Schtatt. Met Oppasso vam Amt oh wat fain, dä´önse fröher ock gään Pansch sain Wat woße dann ? Do bösse Platt ! Brunköppe hant´se schnell am Gat. Dröm bliew arbeedsam on redlich en dinne Tat, dat es no Owobarmo Aat. ( Benno van´e Gemarke )
Ich trage diese Sachen hier mit Quellenangabe zusammen, damit auch weitere Hobbyforscher oder Heimatfreunde ihre eigene Recherchen anstellen können. Oder auch für Dialektsuchende Wörterbücher zur Verfügung zu stellen. Für meine Sachen und Karten habe ich die Urheber und Autorenrechte. Sollten noch andere Autorenrechte vorhanden sein, werden sie (soweit bekannt), benannt, dann wende man sich bitte an den Autor selber, sie gehen nicht auf mich über. Andere Sachen stehem im I-Netz, die ich hier nur zusammentrage.
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Wer sich über die Dialekte in Rheinischen Fächer fachlich genau informieren will, wende sich bitte an die Fachleute im Rheinischen Spracharchiv.
Grundlage der neuen Sprachförderung ist die "Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen". In Deutschland seit 1999 in Kraft, verpflichtet sie die Bundesregierung, die Minderheitensprachen Friesisch, Sorbisch und Romanes sowie die Regionalsprache Niederdeutsch - so dass sprachwissenschaftliche Synonym für die Platt-Dialekte - "nach Kräften zu schützen und zu fördern". Höchste Zeit dafür ist es: Nach Erkenntnissen der Unesco stirbt weltweit alle zwei Wochen eine Sprache aus. Damit den Sprachen der Region nicht das gleiche Schicksal droht, haben sich die norddeutschen Bundesländer jetzt auf konkrete Taten besonnen.
Eigener erlebter Dialekt im Raum Barmer Nordosten, Fachbücher DTV Atlas Deutsche Sprache, Wörterbücher Elberfelder Mundart nach Buchrucker, Barmer Mundart J.P.Leithäuser, Einige sprachliche Eigenthümlichkeiten aus dem Wuppertale ( Bauernfeind, Gotthold),
Einige Sachen in Bergbau und Höhlen kann ich nicht mehr genau zuordnen, da ich sie vor mehr als 20 Jahren recherchiert habe, Bzw. Meine Erfahrungen vor Ort selber gemacht habe.
Quellenangaben :
Bergbau, Höhlen, Geologie
Eigene Erkenntnisse vor Ort und unter Tage , Fachbücher , Stadt Wuppertal Plankammer und Geologie ( Dr. Sauer , mündlicher Gedankenaustausch zum Thema Vulkanismus, Geologie, Höhlen, Bergbau und Stollen im Wuppertaler Gebiet ), Stadtarchiv Wuppertal, Stadtarchiv Sprockhövel, Stadtarchiv Schwelm ( Gerd Hellbeck ), Heimatverein Schwelm, Stadtbibliothek, Fullrottmuseum, Bergischer Geschichtsverein, Bergamt Siegen, Legende zu Geologische Karten Barmen und Elberfeld nach Paeckelmann , Flötzkarten, Belehnungskarten, Höhlen im Gebiet des Bergischen Komite für Naturdenkmalpflege " Natur 1917 / 18 Leipzig ( Koop, Zelter ), Mitteilungen des Rheinisch -Westfälischen Höhlenforschungs Verein Elberfeld, NR. 1 Juni 1910, neu dazu Internet Recherche, Mitteilungen des Karst und Höhlenforscher Verband.